Cheryl Pope

Cheryl Pope, constellation Die Künstlerin klebt Goldfolie in Form des Sternbilds

Cheryl Pope “constellation”, Tangency 2015 – Stadtvermessungen
Die Künstlerin klebt Goldfolie in Form des Sternbilds “Kleiner Bär” auf das Pflaster vor dem Osnabrücker Dom Foto: Angela von Brill

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Mit zartem Blattgold spürt die Amerikanerin Cheryl Pope in Osnabrück ebenso den Spuren der Zeit wie den Fragen von Identität und Tradition sowie dem Verhältnis von privatem, öffentlichem und kosmologischem Raum nach. Ausgehend von aktuellen Sternkonstellationen, überzieht sie markante örtliche Situationen auf der Hasestraße – wie öffentliche Plätze, Gehwege oder Arkaden – mit einem feinen, fast unsichtbaren Geflecht aus hauchdünner Goldfolie, das sich wie ein Schatten über die Bepflasterung legt. Mit einer partizipativen Performance bezieht sie die Besucher in den Kartierungsprozess mit ein.

Biografie

Cheryl Pope konzentriert sich als bildende Künstlerin auf Skulpturen, Installationen und Performances, die tiefgreifende Fragen nach persönlicher Identität im Spannungsfeld von Individualität und Öffentlichkeit aufwerfen. Sie strebt danach, gewohnte Strukturen aufzubrechen, um Verborgenes sichtbar werden zu lassen. Dazu zählt auch ihre Arbeit mit Jugendlichen aus Chicago, im Spagat zwischen Gewalt und Kriminalität.

Als Assistant Professor arbeitet Cheryl Pope an der School of The Art Institute, Chicago, wo sie 2010 ihrer Master in Design, Fashion, Body and Garment erwarb. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in den USA, Lateinamerika und in Europa (zuletzt 2014 in der Kunsthalle Osnabrück) folgten. Derzeit richtet sie im Chicago Cultural Center eine große Einzelausstellung aus und ist Teilnehmerin der Denver Biennial.

www.cherylpope.net

Künstlerisches Konzept, Text Cheryl Pope, Übersetzung Verena Voigt