Medieninformationen

25.08.2015 Medieninformation zum Download

PRESSEMITTEILUNG
TOP.OS
Tangency 2015 – Stadtvermessungen
29. August – 5. September 2015
Pressetermin: 31. August, 15 Uhr, Ort: Projektraum Hasestraße 29/30, Osnabrück

Tangency 2015 – Stadtvermessungen

Wie lässt sich vertraut geglaubter städtischer Raum neu erleben? Welche Perspektiven eröffnen sich durch ungeahnte künstlerische Interventionen?

Diesen Fragen geht das partizipatorische Kunstprojekt „Tangency 2015 – Stadtvermessungen“ vom 29.8.-5.9.2015 in Osnabrück nach, zum zweiten Mal initiiert von Dirk Manzke, Professor für Städtebau und Freiraumplanung an der Hochschule Osnabrück sowie Elisabeth Lumme, freie Kuratorin und Kulturmanagerin.
Eingeladen, neue Sichtweisen auf die traditionsreiche, doch städtebaulich vernachlässigte Hasestraße zu eröffnen und Anwohner wie Passanten einzubeziehen, lassen sich Kati Gausmann, Cheryl Pope und Yukihiro Tagushi eine Woche lang bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Alle drei setzen auf performative Aktionen und ein für Osnabrück neuartiges „Mapping the City“.

Kati Gausmann: aha

Die Bildhauerin Kati Gausmann arbeitet prozessorientiert und fragt nach dem Zusammenhang von Bewegung, Rhythmus und Handlung als formgebenden Prinzipien. In den vergangenen Jahren richtete sich ihr Forschungsinteresse verstärkt auf geologische Ereignisse und ihre lokalen Ausprägungen, deren fast unmerkliche Spuren sie zeitaufwändig vor Ort, temporär und in fragilen Lineaturen festhält.

Die in Hannover geborene Künstlerin lebt heute in Berlin. 2004 war sie Meisterschülerin bei Prof. Inge Mahn und Prof. Karin Sander an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (Bildhauerei / Mode Design) und Mitbegründerin des Kollektivs msk7. Kati Gausmann realisierte zahlreiche Projekte in Deutschland, Norwegen, Island, Polen und Korea. Als einzige deutsche Künstlerin ist sie aktuell an dem europäischen Kooperationsprojekt „Frontiers in Retreat“ beteiligt.

Mit der sich über eine Woche hinweg streckenden Performance „aha“ wird Kati Gausmann in Osnabrück den die Stadt durchquerenden Fluss „Hase“ zeichnerisch auf das städtische Umfeld übertragen. Nach maßstabsgetreuen Berechnungen ist eine fiktive Karte entstanden, die die Grundlage der Intervention ist. Farbige Linien auf dem Pflaster fügen den Weg des Wassers in das Bild der Straße ein und erinnern an die historische Gründung an den Ufern der Hase. Parallel entstehen Frottagen und Fotos, die Realität und Fiktion miteinander verknüpfen. Natürlicher und bebauter Raum durchdringen sich.

Cheryl Pope: constellation

Cheryl Pope konzentriert sich als bildende Künstlerin auf Skulpturen, Installationen und Performances, die komplexe Fragen nach persönlicher Identität im Spannungsfeld von Individualität und Öffentlichkeit aufwerfen. Sie strebt danach, gewohnte Strukturen aufzubrechen, um Verborgenes sichtbar zu machen. Dazu zählt auch ihre Arbeit mit Jugendlichen aus Chicago, im Spannungsfeld zwischen Gewalt und Kriminalität.

Als Assistant Professor arbeitet Cheryl Pope an der School of The Art Institute, Chicago, an der sie 2010 den Master in Design, Fashion, Body and Garment erwarb. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in den USA, Lateinamerika und in Europa (zuletzt 2014 in der Kunsthalle Osnabrück) folgten. Derzeit folgt sie einer Einladung des Chicago Cultural Center und nimmt an der Denver Biennial teil.

Mit zartem Blattgold spürt die Amerikanerin Cheryl Pope in Osnabrück ebenso den Spuren der Zeit wie den Fragen von Identität und Tradition sowie dem Verhältnis von privatem, öffentlichem und kosmologischem Raum nach. Ausgehend von aktuellen Sternkonstellationen, überzieht sie markante örtliche Situationen auf der Hasestraße – wie öffentliche Plätze, Gehwege oder Arkaden – mit einem feinen, fast unsichtbaren Geflecht aus hauchdünner Goldfolie, das sich wie ein Schatten über die Bepflasterung legt. Mit einer partizipativen Performance bezieht sie die Besucher in den Kartierungsprozess mit ein.

Yukihiro Taguchi: o.T.

Der japanische Künstler Yukihiro Tagushi lässt sich durch immer neu zu arrangierende Fundstücke vor Ort inspirieren: wie den Materialien einer Baustelle oder der Inneneinrichtung eines leerstehenden Ladenlokals. Seine Installationen und räumlichen Interventionen entstehen spontan und sind in steter Veränderung begriffen, die er in Sequenzen fotografiert und später per Stop-Motion-Technik filmisch weiterverarbeitet. Nahezu spielerisch weitet sich der Blick auf Architektur und Möglichkeiten urbanen Lebens.

Die räumlichen Situationen der Installationen und Events von Yukihiro Taguchi sind für ihn zugleich Ausgangspunkt und Material. Angeregt durch den Ort und die Menschen, denen er begegnet, arbeitet Taguchi spontan, situativ, improvisierend. Nichts bleibt, wie es ist. Das Wandelbare, Flüchtige und Vergängliche ist grundlegend für sein Verständnis von Werk und Leben, Individuum und Umwelt.

Yukihiro Taguchi studierte Malerei an der Tokyo National University of Fine Arts and Music und lebt seit 2005 in Berlin. 2011 widmete ihm das Mori Art Museum in Tokyo eine große Einzelausstellung, 2012 war er an der Biennale Havanna, Kuba, beteiligt. 2013 gründete Taguchi die Cuvry-Brache in Berlin-Kreuzberg. Im Frühjahr 2015 richtete ihm der Kunstverein Arnsberg eine Einzelausstellung aus.

Am Pressegespräch nehmen teil:

KünstlerInnen: Kati Gausmann, Cheryl Pope, Yukihiro Tagushi

Sponsoren und Förderer:

Dr. Susanne Tauss, Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V.

Patricia Mersinger, Leiterin Kulturamt Stadt Osnabrück

Dr. Moorbutter, Herrenteichslaischaft

Reinhard Sliwka, Herrenteichslaischaft

Hiltrud Schäfer, 1. Vorsitzende Freunde der Kunsthalle e.V.

TOP.OS – Verein für neue Kunst e.V. Osnabrück:

Prof. Dirk Manzke, Prof. f. Städtebau und Freiraumplanung, Hochschule Osnabrück, Kurator
Elisabeth Lumme, Kuratorin und Kulturmanagerin, Osnabrück, Kuratorin
Frank Gillich, Robert Stieve, Vorstand TOP.OS Verein für neue Kunst e.V.

Rahmenprogramm

Künstlergespräche, Rundgänge, Dokumentationen und eine Abschlussveranstaltung runden die Projektwoche ab, von der sich die Veranstalter (TOP.OS – Verein für neue Kunst e.V. Osnabrück) aktivierende Impulse für städtebaulich notwendige Maßnahmen zur Belebung des Stadtviertels versprechen. Der Erfolg des erstmals im Rosenplatzviertel realisierten Projektes „Tangency 2012 – Stadtberührungen“ gibt ihnen Recht.
Termine:

Sonntag, 30. August 2015 um 17 Uhr, Projektraum Hasestraße 29/30

Eröffnung der Projektwoche mit den anwesenden Künstlerinnen und dem Künstler

Mittwoch, 2. September 18 Uhr, Projektraum Hasestraße 29/30, Rundgang mit Künstlergespräch

Donnerstag, 3. September 18 Uhr, Projektraum Hasestraße 29/30, Rundgang mit Künstlergespräch

Samstag, 5. September 2015, 12 Uhr, Projektraum Hasestraße 29/30, Eröffnung der Abschlussausstellung

Die Ausstellung ist tagsüber und während der Osnabrücker Kulturnacht bis 24 Uhr zu besichtigen.

Veranstalter: TOP.OS – Verein für neue Kunst e.V. Osnabrück

Das Projekt wird gefördert durch:

Stadt Osnabrück

Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V.

Herrenteichslaischaft Osnabrück

Freunde der Kunsthalle

 

Kontakt
TOP.OS – Verein für neue Kunst e.V. Osnabrück

c/o Frank Gillich

1. Vorsitzender

Drosselweg 20

49088 Osnabrück
www.tangency.de

info@tangency.de

 

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Dirk Manzke (Kurator)

Mobil 0152 26898989

d.manzke@hs-osnabrueck.de

Elisabeth Lumme (Kuratorin)
Mobil +49 (0)171/ 9 58 59 65

elisabeth.lumme@osnanet.de

Presse:
Verena Voigt PR
Mobil 0163 191 1669
kontakt@verena-voigt-pr.de